Universitätskursplanung mit Hilfe von Graphenfärbungen Fast jeder Student wurde im Laufe seines Studiums schon mit dem Problem konfrontiert, dass sich die Termine von zu besuchenden Veranstaltungen überschneiden. Diese Umstände könnten das Studium unnötig belasten. Daher stellt sich zu Beginn eines jeden Semesters die Aufgabe, eine Vielzahl an Kursen so im zur Verfügung stehenden Zeithorizont einzuplanen, dass möglichst wenige Überschneidungen auftreten. In dieser Arbeit wird auf die Planung der Veranstaltungen des 2-Fächer-Bachelor-Studienganges eingegangen. Wegen der Vielfalt an möglichen Fachkombinationen treten hier zahlreiche Überschneidungsprobleme auf. Bei der Planung von Kursen ist daher darauf zu achten, dass Pflichtkurse desselben Faches nicht parallel stattfinden. Des Weiteren sollten Kurse häufig gewählter Fachkombinationen möglichst nicht kollidieren. Neben diesen Anforderungen müssen auch weitere Nebendingungen wie die Verfügbarkeit von Dozenten und Räumen beachtet werden. Zur Modellierung wird ein Konfliktgraph gebildet, wobei die Knoten den Doppelstunden der einzuplanenden Kurse entsprechen. Kanten existieren zwischen denjenigen Knoten bzw. Stunden, die nicht gleichzeitig stattfinden sollen. Mithilfe der Techniken der Knotenfärbung wird eine Lösung gesucht, welche möglichst wenige Überschneidungen für die Gesamtheit der 2-Fächer-Bachelor-Studenten erzeugt. Bei der Größe dieses Optimierungsproblems sind exakte Lösungsverfahren nicht anwendbar, daher werden heuristische Verfahren entwickelt und implementiert, die das Problem mit vertretbarem Aufwand lösen und hinreichend gute Ergebnisse liefern.