Lokale Suchverfahren zur Prüfungsplanung an der Universität Osnabrück Die Prüfungsplanung befasst sich damit, konfliktfreie Pläne für Prüfungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu erstellen. Bei einer großen Anzahl von Studenten mit flexiblen Wahlmöglichkeiten der Studienfächer erweist es sich als schwierig und zeitaufwändig, einen zulässigen Plan manuell zu erstellen. Vor dieser Aufgabe steht auch der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Osnabrück am Ende eines jeden Semesters. Das Problem besteht darin, die Klausuren aller Studenten dieses Fachbereichs in einem Zeitraum von drei Wochen so einzuplanen, dass für keinen Studenten Klausurüberschneidungen entstehen und die begrenzten Raumkapazitäten nicht überschritten werden. Es werden zunächst zwei Lösungsansätze betrachtet. Zum einen kann man das Problem als ressourcenbeschränktes Projektplanungsproblem modellieren. Zum anderen gleicht die Suche nach einem konfliktfreien Plan auch einem Graphenfärbungsproblem. Die Raumkapazitäten werden in beiden Fällen als zeitabhängiges Ressourcenprofil modelliert. In einer Zielfunktion werden weiche Restriktionen berücksichtigt, wie z.B. die Minimierung des Bedarfs an Aufsichtskräften und die möglichst gleichmäßige Verteilung der Klausuren für die Studenten. Aufgrund der Größe dieses Optimierungsproblems werden zur Lösung des Problems heuristische Verfahren herangezogen. Neben diesem Kernproblem sollen in der Arbeit die Fragestellungen behandelt werden, ob durch eine flexiblere Zuteilung der Klausuren auf die Räume Verbesserungen für den resultierenden Plan erreicht werden können und ob sich ein zulässiger Plan aus Studentensicht noch optimieren lässt.